Seelsorge und Achtsamkeit


Christoph Kunz
 

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Foto von Christoph Kunz


Überfließende Himmel verschwendeter Sterne
prachten über der Kümmernis. Statt in die Kissen
weine hinauf. Hier, an dem weinenden schon,
an dem endenden Antlitz,
um sich greifend, beginnt der hin-
reißende Weltraum. Wer unterbricht,
wenn du dorthin drängst,
die Strömung? Keiner. Es sei denn,
dass du plötzlich ringst mit der gewaltigen Richtung
jener Gestirne nach dir. Atme.
Atme das Dunkel der Erde und wieder
aufschau! Wieder. Leicht und gesichtslos,
lehnt sich von oben Tiefe dir an. Das gelöste
nachenthaltne Gesicht gibt dem deinigen Raum.

Rainer Maria Rilke in den Gedichten an die Nacht